April 2019 - Bericht von Paul Hahn

The Americana Bluegrass Country Music Tour

The American Bluegrass Country Tour

1.Tag „Ich möcht so gerne mal nach Nashville“ …

… , diesen Song schrieb Larry Schuba und gab ihn mit Western Union im Jahre 1982 zum Besten. Dieser Song gehört für Ihn zu einem seiner vielen großen Hits. Und nun nach schwachen 40 Jahren machten wir uns auf den Weg dahin. Zwar mit gemischten Gefühlen, da mittlerweile vieles was aus Nashville kommt, dem Kommerz geschuldet, mit Country-Music nichts mehr zu tun hat.

Nach einem sehr langen Flug von Frankfurt über Detroit kamen wir etwa gegen 19.00h in Nashville an. Es ist unsere zweite gemeinsame Reise mit den American Music Tours und den Country Freunden aus Kötz.

Pünktlich zur Landung wurden wir von Werner Michels und seinem „Smart Driver“ Bernhard Bernard Wheeler abgeholt.

Die Zuverlässigkeit und die Organisation dieser Reise war auch ein maßgeblicher Grund warum wir wieder bei Werner gebucht haben. Während des Fluges von Detroit nach Nashville hatten einige von uns einen deutlichen Tiefpunkt. Auf der der kurzen Fahrt zu unserem Hotel, dem „Country Inn & Suites Opryland“ gab es auch nur die unbedingt nötigen Informationen für den Rest des ersten Abends. Die Qualität der Zimmer, wie gewohnt sehr gut bis luxuriös.

So war der „Durchhänger“ auch wieder überwunden und wir gingen noch das benachbarte Honky- Tonk, dem „John A“. Wie in Nashville in den meisten Lokalen üblich, spielen die Musiker für „Tip“. Die Musik, durchweg traditionelle Country Musik war in einer angenehmen Lautstärke und genau passend für unseren derzeitigen erschöpften Gemütszustand. Die Wände, hier muteten an wie eine Galerie an, derer die hier schon gespielt haben. Bilder von Jack Greene, John Wayne Vern Gosdin, Dolly Parton um nur ein paar Namen zu nennen Ein paar kleine wirklich schmackhafte Snacks rundeten den ersten Abend ab.

Für uns erwähnenswert, bekamen wie mit voller Wucht die Härte der bestehenden Gesetze des Staates Tennessee zu spüren. Für den Genuss eines „Samual Adams“ musste man sein Alter durch den Ausweis nachweisen. Bei Nichtbefolgen dieser Kontrolle durch die Servicekräfte drohen denen wohl sehr empfindliche Strafen bis hin zu Gefängnis. Nun hatte Yvonne ihren Ausweis nicht dabei und musste tatsächlich, zunächst eine Cola trinken. Nachdem wir dann ihre ID aus dem Hotel beigebracht hatten, durfte auch Sie dann ein Bier trinken.

In der Hotellobby sahen wir an dem Stand für die Flyer, das wir wie auch schon in den vergangenen Reisen festgestellt haben, das wir bei Weitem nicht alles mitnehmen können, was hier an Sehenswürdigkeiten möglich wäre.
So sind wir dann im Anschluss ins Bett „gefallen“, um am nächsten Morgen mit der Erkundung von Nashville zu beginnen, und sind gespannt auf das, was uns Werner und der „Präsi“ Peter Wroblewski „PeeWee“ zusammengestellt haben.

 

2.Tag/Teil 1 Kennst Du eine Stadt in Amerika, kennst Du alle. 


Kennst Du eine Stadt in Amerika, kennst Du alle. Es gibt aber auch Ausnahmen wie New York und etwa San Francisco. Auch Nashville gehört in diese Kategorie der nicht alltäglichen Städte der USA. Nashville ist geprägt von der Kommerzialisierung des Musikgeschäftes das seinen Ursprung in der
Country-Musik hatte. Schon bei der Anfahrt aus dem „Music-Valley“ auf die Downtown, vorbei an der der riesigen Opry-Mall, der Grand Ole Opry, und der Brücke über den Cumberland River zum Nissan Stadion das während der der großen Musikveranstaltung mit einem Fassungsvermögen von 70.000 Zuschauern regelmäßig ausverkauft ist, zeugt von der Größe des Musikgeschäftes.

Das Stadtzentrum ist geprägt von vielen Baustellen, die höchste Anforderungen an unseren Busfahrer stellte, der nur in einer filigranen Fahrweise die vielen Hindernisse passierte um uns an der „Country Music Hall of Fame“ abzusetzen. Ein imposantes dreistöckiges Gebäude in moderner Architektur in der die gesamte Geschichte der Country-Musik bewahrt wird.

Bevor wir mit der Besichtigung beginnen konnten, führte uns der Weg zu dem im Basement befindlichem kleinen Theater, vorbei an mit goldenen LP’s gepflasterten riesigen Wänden.
Schon beim Betreten dieser kleinen feinen Arena war uns klar das uns hier etwas Besonders erwartet, Ein exklusiv für uns veranstaltetes Konzert mit Chelsea Crowell, Tochter von Rosanne Cash und dem Songwriter Rodney Crowell, Enkelin von Johnny Cash. Unterstützt von ihrem Mann an Gitarre, erzählte Sie aus ihrem Leben in dieser Musiker-Dynastie, und umrahmte ihre Erzählungen mit vielen Songs in eindrucksvoller Intensität was zu vielen „Gänsehautmomenten“ führte, was einmal mehr bestätigt, dass in solchen Familien die Kinder diese Musik mit der Muttermilch eingeflößt wird. Diese auf höchstem Niveau stehende Veranstaltung wurde zum Abschluss mit dem Song „Will the Circle be unbroken“ gekrönt. Im Anschluss hatten wir noch Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit den beiden Künstlern.

Was für ein Highlight. Was für ein Erlebnis. Wir verabschiedeten uns mit dem Eindruck, dass dieses Ereignis an diesem Tage nicht mehr zu toppen war.

Die Begeisterung trug uns in den obersten Stock, in dem wir die Besichtigung der dreistöckigen Country Music Hall of Fame begannen, bei denen wir uns auf die Anfänge der konzentrierten. Es ist nicht möglich die ganzen Eindrücke dieses Museums zu beschreiben die auf einen einwirken. Wir waren etwa 3 1/2 Stunden unterwegs um in der Ruhmeshalle den Besuch abzuschließen, in der alle die Persönlichkeiten die in die Country Music Hall aufgenommen wurden mit Reliefs an der Wand verewigt waren.

Danach ging es zum Broadway. Was für ein krasser Gegensatz zum bisherigen Verlauf des Tages. Eine Musikkneipe nach der anderen. Laute Musik, hektisches Treiben. Verstärkt wurde dieses Treiben durch den „Springbreak“ der Studenten. Die ganze Downtown war eine Partymeile. In meinem Leben war ich noch nicht am Ballermann, aber so ungefähr stelle ich mir das vor. Durch die Studenten war das Gesamtbild der Music-Row wohl etwas verzerrt, aber es ist dort sehr lebhaft.

Aber es gibt auch sehr viele persönliche Eindrücke die Erinnerungen wach werden lassen, als ich etwa im Ernest Tubb Recod-Shop an der Wand ein Foto von Boxcar Willie und Billy Walker sah, beides grandiose Künstler, mittlerweile im Hillbilly-Heaven, die ich persönlich kennenlernen durfte.

 

2.Tag/Teil 2 In ruhigere Fahrwasser gelangten wir mit dem Besuch des RCA Studios B, in dem allein Elvis über 200 Songs aufnahm. 

Als Elvis in die Armee berufen wurde, brauchte man zur Auslastung des Studios weitere Musiker. In der kleinen Halle zu Beginn waren die mit Bildern, Plattenhüllen und Relikten aus ihrer Zeit verewigt. Wer sich so lange wie ich mit dieser Musik beschäftigt, hat das Gefühl alte Bekannte zu treffen. Die Führung durch dieses Studio wurde auch untermalt mit einigen Songs der hier produzierten Aufnahmen von den Künstlern wie etwa Tom Glaser, Willie Nelson, Dolly Parton, Waylon Jennings um nur einige wenige zu nennen.

Die Führung endetet im Aufnahmeraum in dem auch noch der Steinway-Flügel steht auf dem Elvis über 200 Aufnahmen in diesem geschichtsträchtigen Ort einspielte.

Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir die ganzen Eindrücke des heutigen Tages verarbeitet haben werden.

Während die „ganz Harten“ um PeeWee noch ins „Station Inn“ gingen um einen Live-Act von Scott Miller beizuwohnen, ließen wir den Abend im John A`s , mit einem kurzen Imbiss bei feiner traditioneller Country-Musik und einer neuen Band, erschöpft aber in dem Bewußtsein einen großen Tag erlebt zu haben, ausklingen.

Meine Zeilen können natürlich nur einen kleinen Teil unserer Eindrücke wiedergeben. Und diese Eindrücke sind natürlich subjektiv.

Beim Korrekturlesen dieser Zeilen fiel mir dann auch gleich auf das ich vergessen habe das Ryman- Auditorium zu erwähnen, wo alles begann. Leider ist es kaum noch in Gänze zu fotografieren, weil es mit bedauerlicherweise mit Hochhäusern zugebaut wurde.

 

Tag 3: Der erste Weg des Tages führte uns in das nördlich von Nashville gelegene Hendersonville.


 Dort besuchten wir die Grabstätte von June Carter Cash und Johnny Cash. Es liegen hier über 30 prominente Persönlichkeiten der Country-Music, so etwa auch Jean Shepard.

Der Rest des Tages stand zur freien Verfügung in Downtown Nashville. Wir nutzten diese Gelegenheit zum Besuch des Ryman-Auditoriums. Der doch recht anspruchsvolle Eintritt mag den ein oder anderen vom Besuch dieser historischen Stätte abgehalten haben, aber im Nachhinein können wir sagen, daß es sich gelohnt hat. Schon die visuelle Präsentation in einem kleinen Raum des Gebäudes war beeindruckend. Mehr noch, man fühlte sich versetzt in die Zeiten des geschichtsträchtigen Gebäudes vom Bau bis in die heutige Zeit. Es folgte ein Rundgang durch die durch das von dem Reeder Thomas Green Ryman als Kirche erbaute Gebäude, das wir mit einem Erinnerungsfoto vor der Bühne abschlossen.

Der Trubel vom Vortag setzte sich auf dem Broadway in nicht minderer Stärke fort. Unglaublich, morgens um 10.00h Live-Musik in allen Bars, die Menschenmassen nahmen kein Ende.

Wir fanden mit „Leyla’s“ eine kleines feines Honktytonk mit einer Combo namens „Tom Buller and Just Plain Trouble Band.“ die schöne traditionelle Country-Musik spielte. Und wir bekamen schon das von uns in Texas geschätzte „Shiner Bock“. Wir hätten hier auch den Tag bis in die Nacht verbringen können, mussten aber am Nachmittag eine kleine Ruhepause einlegen, um fit zu für den Abend zu sein, erwartete uns doch ein Abend in der Grand Ole Opry. Die Erwartungen an die Opry waren natürlich groß, und sie wurden in jedem Punkt erfüllt.
Über die Qualität der Musiker braucht man kein Wort zu verlieren, allesamt 1.Liga, Musik vom Allerfeinsten. Es ist nur eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Beeindruckend die Perfektion des Ablaufs der Show, die live von WSM in die ganze Welt übertragen wurde. Die kurzen Umbaupausen wurden von dem Moderator durch Gespräche mit den Künstlern und Werbung kurzweilig überbrückt.

Den Auftakt machten die „Ryders in the Sky“ gefolgt von der 89 Jahre alten Bluegrass-Legende Jesse McReynolds, den ich schon vor über 25 Jahren, damals noch mit seinem Bruder Jim in Frankfurt erleben durfte. Ein weiteres Wiedersehen gab es mit den bezaubernden Connie Smith und Lorrie Morgan, die ich schon in der Vergangenheit auf den legendären Festivals in Silkeborg gesehen habe. Für mich persönlich war das „Highlight“ des Abends der Sänger und Songwriter „Whispering Bill Anderson“. Ein charmanter, bescheidener Künstler der zu seit Jahrzehnten zum „Inventar“ der Opry gehört. Ein ganz Großer.

Mit Reckless Kelly war aber auch ein Debütant auf der Bühne, der seine Sache auf dem üblichen hohen Niveau über die Bühne brachte.
Weitere Künstler die in dieser Show auftraten waren Molly Tuttle, John Conlee, die Opry Square Dancers, Exile, und Charles Esten.

Am heutigen Tage, dem Geburtstag von Merle Haggard, war dieser natürlich in ganz Nashville allgegenwärtig. So intonierte Charles Esten zum Abschluss mit den „Opry Background Singers“ den Gassenhauer „Tonight the bottle let me down“ in den die 4500 anwesenden Zuschauer mit einstimmten.
Was mir besonders erwähnenswert ist, die „Performance“ der Künstler. Die bestand nur darin, ohne jedweden Schnickschnack, Rauchschwaden, Lichtorgeln und Ähnlichem, einfach nur auf die Bühne
kamen und das machten, wofür sie auf der Bühne standen, die Musik.

Dann fiel pünktlich auf die Minute der Vorhang, das „On Air-Licht“ erlosch, und ein großartiger Abend ging viel zu schnell zu Ende. Ganz ganz großes Kino.

 

Tag 4: Heute ging es weiter nach Owensboro/Kentucky.


 In einer nicht ganz so anspruchsvollen Wohngegend besuchten wir das „Miller House“. Ein kleines, aber feines Restaurant, das man nicht zufällig findet, mit der wohl größten Auswahl an Bourbon-Whisky in ganz Kentucky. Über 300 !!! verschiedene Sorten in allen Preiskategorien. Ob der frühen Tageszeit mit 11.00h wurde dieses Angebot den ein oder anderen zu verkosten, nicht von allen angenommen. Unsere Reise führte und nun in die tiefen Wälder von Kentucky. Zur „Jerusalem Ridge“ nach Rosine/KY, dem Geburtsort des „Father of Bluegrass“ Bill Monroe. Die Anfahrt stellte wieder höchste Anforderungen an unseren Busfahrer Bernard Wheeler, der uns sicher an das Geburtshaus von Bill Monroe brachte. Das Haus wurde vollständig restauriert, wobei etwa 70% der Substanz erhalten werden konnten. Im Jahre 1911 wurde Bill geboren, und das mit Liebe zum Detail erhaltene Haus, vermittelt die Kargheit eines Wohnhauses in der damaligen Zeit. Unweit des von Ahorn-Bäumen umgeben Hauses stehen 2 „Bühnen“, die mit etwas Fantasie an einen Bretterverhau erinnern. Und trotz allem, ist dieses, zu den mit Unterbrechungen nunmehr wieder jährlichen stattfindenden Festivals zu Ehren Bill Monroe’s die Pilgerstätte tausender Menschen die rund um den Globus anreisen.

Es ging nun in der „Ortskern“ von Rosine mit ihren 41 Einwohnern, und dem Mittelpunkt des Ortes, der Scheune der „Rosine Barn Jamboree“. Hier wird jeden Freitag von April bis Dezember Musik gemacht. Bands aus der ganzen Welt kommen hier her, um in den auf der Bühne abgebildeten Fußabdrücken von Bill Monroe stehen, und ihm zu Ehren zu spielen.

Mit dem Betreten dieser Scheune die seit nunmehr 29 Jahren steht, begann für uns eine Zeitreise in die Zeit der Lebensjahre des Bill Monroe. Exklusiv für unsere Gruppe erwartete uns an einem Sonntag die Band mit dem schlichten Namen „Jerusalem Ridge“. Nach einer kurzen Begrüßung legten sie los. Und wie sie das taten. Mit einem kraftvollen erdigem und vor allen Dingen authentischem Bluegrass, zogen sie alle Anwesenden in ihren Bann. Die ungläubige Überraschung über ihre atemberaubende Vorstellung schlug schon nach kurzer Zeit in eine ungeahnte Begeisterung um, die wie bei einem Ping-Pong-Spiel zwischen den Künstlern und Publikum hin und her gespielt wurde. Mit dem Gospel „I’ll fly away“ sollte diese Veranstaltung viel zu früh zu Ende gehen. Wir, das Publikum gingen natürlich zu den Musikern auf und an die Bühne, und nach einigen Gesprächen nahmen die Musiker ihre Instrumente wieder in die Hand und begannen zu „jammen“. Noch 20 Minuten „zelebrierten“ Besucher und Musiker unsere Bluegrass-Musik, unseren Bill Monroe. Und was für einen schöneren Abschluss hätte es geben können, als den „Blue Moon of Kentucky“, der einer unvergesslichen Veranstaltung dann auch den Schlusspunkt setzte. Ich musste hier an Matteo Ringressi, Germano Ciavone, Denny Rocchio, Ruben Minuto und Emanuele Valente und die Band „Ruben und Matt and the Truffle Valleys“ denken, die den Bluegrass in dieser einzigartigen ursprünglichen Art und Weise spielen. Sie hätten ihre helle Freude gehabt.

Hatten wir geglaubt, nach dem gestrigen Besuch der Grand Ole Opry „das“ Highlight unserer Reise gesehen zu haben, gefehlt. Das heutige Konzert, wenn auch grundlegend anders, stand dem in Nichts nach. So ist auch nachvollziehbar das die New York Times in 2016 diesen Platz unter die 52 Orte benannte die man in seinem Leben besucht haben musste.

Das Konzert hat natürlich unseren Zeitrahmen gesprengt, so blieb für den Besuch der imposanten Grabstätte und des neu eröffneten Bill Monroe-Museums nur noch wenig Zeit, wurde wir doch schon im Hotel von Owensboro erwartet.
Das Zimmer auch hier wieder vom Feinsten, und mit einem fantastischen Blick auf den mächtigen Ohio-River konnten wir einen großartigen Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird, mit einem angemessenen Glas Rotwein Revue passieren lassen.

 

Tag 5: Der Tag in Owensboro begann mit einem Besuch der örtlichen Radiostation WBKR, von dessen Chef wir herzlich begrüßt wurden und der sich sichtlich über den Besuch aus Übersee freute. 


Live „On Air“ wurde unsere Gruppe über unsere Reise interviewt. Zum Abschied gab es dann noch einige Souvenirs der Radiostation und ein Gruppenfoto vor dem Sender.
Der nächste Programmpunkt war die neu errichtete, gleich neben unserem Hotel liegende „Bluegrass Music Hall of Fame & Museum“. Ein kleines sehr feines Museum. Wir wurden von Direktor Chris Joslin begrüßt, der uns eine kurze Einführung gab, alle Fragen beantworten konnte. Ein charmanter Plauderer mit sehr hoher Kompetenz.
Zu Beginn durften alle Teilnehmer verschiedene typische Bluegrass-Instrumente in die Hand nehmen und den Instrumenten einige Töne zu entlocken, um mal ein Gefühl für die Instrumente zu bekommen. Es entwickelte sich, wie nicht anders zu erwarten ein etwas gewöhnungsbedürftiges Krach-Konglomerat, da fast alle noch nie solche Instrumente in der Hand hatten.

Nach der Hälfte des Rundganges kamen wir zu einer kleinen Bühne, die ein an die Bühne am Geburtshaus von Bill Monroe erinnerte. Dort erwarteten uns Director Chris Joslin, Development Director Deb Fillman und Operations Coordinator Kristy Westerfield. Unplugged gaben sie uns über eine halbe Stunde einige Bluegrass-Weisen zum Besten. Deb an der Gitarre, Kristy am Bass, und Chris erwies sich als Multitalent mit Dobro, Mandiline und Banjo. Eine weitere Perle der Musik die wir zu unserer Reise hinzufügen durften.

Der Weg führte uns noch in die Hall of Fame. Für uns doch überraschend und erfreulich, das unsere italienischen Freunde von „Ruben and Matt & The Truffle Valley Boys“ mit einem großen Bild in dem Museum verewigt sind.

Der Besuch wurden dann in dem Gift-Shop des Museums abgeschlossen, der neben den üblichen Souvenirs auch viele Bücher bot, die bei uns zu Hause nicht erhältlich sind.

Kentucky ist für seinen Bourbon und unzähligen Destillerien bwkannt und so besichtigten wir die O.Z. Tyler Destillerie, die zum großen Teil aus Hallen für die Lagerung der tausenden von Fässern besteht. Nach einer Fülle von Informationen zu dem Kentucky Whiskey gab es zum Abschluss eine Verkostung, die sich im Rahmen hielt, gab es doch wie etwa bei McDonald kein „refill“.

Eine weitere Tradition ist das BBQ in Kentucky das wir zum Abschluss des Tages, im Moonlite BBQ in der 2840 W Parrish Ave, in Owensboro einnahmen.

 

Tag 6: Der heutige Tag führte uns in die Geburtsstadt von Chuck Berry. 


Von Kentucky über Indiana führte uns der Weg nach St. Louis/Missouri. Eingestimmt wurden wir während der Fahrt dorthin von Peter „PeeWee“ Wroblewski, dem Präsi der Country und Westernfreunde Kötz, der zu jedem Ort die passende Musik auflegte. Ausgangspunkt unserer Erkundungen auf dem Delmar Loop war die Statue von Chuck Berry. Wir wurden dort von sogleich von einem farbigen Musiker empfangen der mit seiner Gitarre in bester Chuck Berry Manier loslegte. Auf dem Delmar-Boulevard ist auch der Walk of Fame beheimatet mit seinen unzähligen Sternen. Der St. Louis Walk of Fame ehrt Menschen aus St. Louis, Missouri, die Beiträge zur Kultur der Vereinigten Staaten erbracht haben. Alle dort Aufgenommenen wurden entweder im Großraum St. Louis geboren und verbrachten ihre prägenden oder kreativen Jahre dort. Die Beiträge der aufgenommenen Personen können aus vielen Bereichen stammen, etwa Schauspiel, Unterhaltung, Musik, Sport, Kunst, Architektur, Rundfunk, Journalismus, Wissenschaft, Bildung oder Literatur.

Einer der letzten 10 Plattenläden auf diesem Globus ist ebenfalls hier beheimatet, in kaum vorstellbarer Größe. Ein Eldorado für Vinyl-Liebhaber.

Der wohl berühmteste Club ist wohl das „Blueberry Hill“, ein riesiges mit unzähligen Räumen verschachteltes Lokal, gleichzeitig ein Museum der Sammelleidenschaft des Besitzers Joe Ewards. Die Wände sind gepflastert mit Bildern von Ihm und seinen Gästen. Es waren alle da, von Bill Clinton über Dolly Parton, Ray Charles, Clint Eastwood usw. Natürlich durfte auch Willie nicht fehlen.

Bemerkenswert auch die Ansammlung von Wurlitzer-Musikboxen.

Zum Abschluss wurde uns auch noch Zugang in den „Duck-Room“ im Keller gewährt, in dem Chuck Berry noch bis vor kurz vor seinem Tode regelmäßig auftrat.
Weiter ging es dann zum Wahrzeichen von St. Louis, der Arch. Dieses Monument wurde zu Ehren der Siedler errichtet die den West über St. Louis hinaus besiedelten. Dieses aus Stahl und Aluminium errichtet Bauwerk ist 192m hoch wie breit. Im Unterbau befindet sich ein sehr schönes Museum über die Besiedelung des Westens, gleichzeitig der Zugang zum Fahrstuhl der Arche. In kleinen Kabinen, konnten wir, nach aufwendigen und gründlichen Sicherheitsüberprüfungen auf die Plattform hinauffahren. Wir wurden belohnt mit einem unvergleichlichen Blick auf den Mississippi, den „Old Man River“ und auf der anderen Seite die Skyline von St.Louis.

Bei schönem warmen Wetter hatten wir noch die Gelegenheit zu einem Streifzug um die Häuser. Es war recht lebhaft, spielten doch die St. Louis Kardinals gegen die Los Angeles Dodgers.

Es war schon beeindruckend als vor dem Bush-Stadion die amerikanischen Nationalhymne erklang, alles innehielt und in Totenstille mit stolzem Blick auf die amerikanische Flagge der Nationalhymne gelauscht wurde. In Deutschland wohl undenkbar. Unseren Rückweg zum luxuriösen Drury Hotel am Missisippi begleitet die untergehende Sonne, rundete den schönen Tag ab.

 

Tag 7: Heute begaben wir uns auf die Spuren von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, nach Hannibal/Missouri der Geburtsstadt von Mark Twain.


 Das historische Zentrum liegt direkt am Mississippi, geschützt durch Dämme und Schleusen. Das ist auch notwendig, führt der „Old Man River“ zur Zeit Hochwasser und demonstriert was er für eine Naturgewalt ist. Die geplante Fahrt mit dem Schaufelraddampfer konnte wegen dieser Wassermassen nicht stattfinden, wird aber in Branson/Missouri nachgeholt. So hatten wir Zeit, nach der Begrüßung von Tom Sawyer und Becky Thatcher die historischen Häuser und Museen zu erkunden. Auch einige schöne ältere Autos standen im Ortskern von Hannibal. Im Museum war ein riesiges Steuerrad eines typischen Dampfers mit Blick auf den Mississippi installiert. Daneben ein Blasebalg mit dem man das Hornsignal erzeugen konnte. Die Hauptstrasse ist natürlich gesäumt mit Geschäften in der sich alles um den prominenten Einwohner Mark Twain dreht. Twain war ein sehr kluger Mann, bekannt für unzählige Zitate und Aphorismen. Eines gefällt mir besonders gut:
“Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die, die drinnen sind, können sowieso nicht hinaus, und die, die draußen sind, wollen nicht hinein.”

Weiter ging es nach Springfield/Illinois der Geburtsstadt Abraham Lincolns, den 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.
Nun wird in den Vereinigten Staaten sehr viel Wert auf die Vermittlung der eigenen Geschichte, vor allen Dingen auch bei Schülern gelegt. Und doch verwundert die aufwändige Gestaltung dieses Museums. Für uns eine Premiere.
Der Besuch des im Museum integrierten 4D-Kinos. in dem ein Film über Abraham Lincoln gezeigt wurde. Als einige Sequenzen aus einer Schlacht während des Bürgerkrieges gezeigt wurden, waren die Erschütterungen der lauten Detonationen in den Kino-Sesseln zu spüren, man hatte das Gefühl sich mitten im Schlachtfeld zu befinden.

In über 30 Räumen sind die Stationen des Lebens des Abraham Lincoln mit Dioramen dargestellt. Von seiner Jugend bis hin zum Attentat im Theater, das sein Leben beendete. Die Wachsfiguren wirken sowas von echt, das man nur noch darauf wartet das sie sich bewegen. Im letzten Raum wurde der aufgebahrte Sarg gezeigt mit der Dokumentation des „Funeral Trail“, seiner letzten Reise über 1700 Meilen durch das Land, in der der Sarg in 14 Orten aufgebahrt wurde, in denen die Amerikaner Abschied nehmen konnten von einem der beliebtesten Präsidenten der Vereinigten Staaten, um ihn dann auf dem „Oak Ridge Cemetery“ in Springfield/Illinois die letzte Ruhe finden zu lassen.
Ein wirklich empfehlenswertes und eindrucksvolles Museum. Es blieb nur noch Zeit um im Hotel einzuchecken und am Abend im „Robbies“ eine alte Bekannte, Wil Maring wiederzutreffen, die vor vielen Jahren in Deutschland in der Formation „Shady Mix“ gespielt hat. Mit Robert Bowles gab sie in einem gut gefüllten Restaurant einige Weisen zum Besten.

 

Tag 8: Der heutige Tag bestand aus der Fahrt von Springfield/Illinois nach Branson/Missouri. 


Teilweise befuhren wir die historische im Ursprungszustand erhaltene legendäre „Mutter aller Straßen“ die Route 66.

Auf einem Teilstück war die Straße noch gepflastert. Diesen Teil der Straße in Auburn/Missouri findet man nicht zufällig aber unser Reiseleiter Werner Michels kennt natürlich diese Perlen der Sehenswürdigkeiten. Ein „State-Trooper“ war sofort zur Stelle, um nach dem Rechten zu sehen, hatte er an dieser Stelle noch nie einen Bus halten sehen. Bei der Abfahrt sperrte er mit Warnsignal die Strasse, dass unser Bus gefahrlos zurücksetzen konnte.

Weiter ging es auf der Route 66 nach Carlinville, mit den „Square“ in vielen Orten der Mitte gibt. Auch dem örtlichen Radio-Sender sagten PeeWee und ich kurzes Hallo. Es ist immer wieder bemerkenswert, wo immer wir auch auftauchen, mit welcher Liebenswürdigkeit und Freundlichkeit empfangen werden. Und auch die Hilfsbereitschaft der Amerikaner ist für uns doch nicht alltäglich. Weiter ging es nach Litchfield, wo wir ein ausgesprochen schönes wenn auch kleines Museum über die Route 66 besuchten. Unerschöpflich auch die Souvenirs die neben den reichlichen Informationen hier zu bekommen waren.

Auch im „Ariston“ einer legendären Bäckerei wurden wir, obwohl noch gar nicht geöffnet, sehr herzlich von dem Besitzer Marty Steffens empfangen, und durften sein Lokal besichtigen. Zum Abschluss schenkte er allen Teilnehmern einen kleinen Magneten von seinem Cafe.

Der nächste Stopp wurde gemacht am „Confluence-Tower“ der zu Ehren der Landvermesser zur Zeit der Besiedlung des Westens, Clark und Lewis errichtet wurde. Ausgehend von einem kleinen Info- Center fuhren wir mit dem Fahrstuhl auf die obere Plattform. Von dort hatten wir einen Panorama- Blick auf den Zusammenfluss von Mississippi- und Missouri-River. In der Ferne die Silhouette von St.Louis mit seiner kaum erkennbaren Arch.

Weiter über den Highway nach Cuba/Missouri in der wir einige „Murals“ Wandbilder besichtigten. Der nächste Stop in Fanning/Missouri an dem größten Schaukelstuhl der Welt und einer riesigen Outpost, um dann unsere Reise durch die Ozark-Mountains nach Branson fortzusetzen.

Trotz der späten Ankunft, machten wir erst noch eine Rundfahrt durch Branson, das mit seinem vielen Musiktheatern, und den Neonlichtern ein bisschen an Las Vegas erinnert, um einen ersten Vorgeschmack zu bekommen was uns hier in den nächsten Tagen erwartet.

 

Tag 9: Boxcar Willie war wohl einer der ersten, die den Grundstein für das heutige Branson legte.


 Zu Beginn seiner Karriere, die in Europa, vornehmlich in England und Deutschland begann, war er zu seinen Konzerten und Gigs sehr viel auf Reisen. Dieses brachte ihm eine ungeheure Popularität ein, die dann zur Aufnahme in die „Country Music Hall of Fame“ in Nashville führte. Auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn, des vielen Reisens müde, eröffnete er sein eigenes Theater in Branson/Missouri. Branson ist eine kleine Stadt auf dem Ozark-Plateau im Südwesten Missouris, statt zu seinen Fans und Zuhörern zu reisen, wollte er das seine Fans ihn besuchten. Und dieses Konzept ging auf. Er war, so erfolgreich, dass viele Country-Stars seinem Beispiel folgten, so zum Beispiel Dolly Parton mit ihrer „Stampede“ und sich im Laufe der Zeit über 50 Theater an der Route 76, dem „Country Boulevard“ ansiedelten. Es kamen Museen wie etwa das „Titanic-Museum, der Freizeitpark „Silver Dollar City“ und viele andere Attraktionen dazu, so dass sich Branson nun „The Live Entertainment Capital of the World“ nennt.

Unser Weg führte und in den Freitzeitpark „Silver Dollar City“ dessen große Attraktion 4 Rollercoaster sind. Trotz „Vorsaison“ hat Yvonne „nur“ 3 dieser Bahnen auch fahren können, da an der vierten Bahn die Wartezeit etwa 90 min betrug, und sie sich das ersparen wollte. Dieser Freizeitpark ist eingebettet in die Ozark-Mountains, und die vielen Bäume um diese Bahnen herum, machen es recht schwierig, diese anspruchsvollen Bahnen mit Fotos zu dokumentieren.
Unterhalb einer dieser Bahnen, des „Time Travellers“ ist ein wunderschönes Amphi-Theater für Musikveranstaltungen. Wie auch in den anderen Theatern der Stadt, in der Saison geben sich alle Stars der Country- und Bluegrass Szene hier die Klinke in die Hand. So war es uns nicht vergönnt den einen oder anderen Star wie etwa Moe Bandy oder Gene Watson hier zu sehen. Dazu waren wir einfach zu früh hier.

Am Abend besuchten wir zunächst die Abendshow in Dick Clarks American Bandstand Theater mit dem Programm „Legends in Conzert“, mit Künstlern die den Stars wie Elvis, den Blues-Brothern, Aretha Franklin uns anderen recht nahe kamen. Wir konnten kurzfristig noch einige Plätze zur Live Radio & TV-Show in der „Grand Country Music Hall“ bekommen, was wir und natürlich nicht entgehen ließen. Es erinnerte ein bisschen an die großen TV-Shows wie „Hee Haw“.

 

Tag 10: Der Tag begann mit einem „Ride“ der Branson Scenic Railway“ die uns in einer 2-stündigen Fahrt bis nach Arkansas führte. 


Allerdings war diese Fahrt nicht so spektakulär wie etwa die Fahrt vor 4 Jahren mit der -„Verde Canyon Railroad“ in Arizona.

Am Nachmittag sollte nun die Fahrt mit dem Schaufelraddampfer, der „Branson Belle“ auf dem „Table Rock Lake“ nach geholt werden. Das Wetter mit Regen und einem leichten Wind begründete die Entscheidung des Kapitäns nicht abzulegen. Für mich nicht nachvollziehbar. So mussten wir uns dann dem Dinner und einer guten Show im prunkvollen Saal der „Branson Belle“ begnügen.

Es blieb am Abend noch Zeit für das große Outlet-Center in Branson mit günstigen Einkaufsmöglichkeiten in unzähligen Geschäften. So gab es etwa die Lewis-Jeans zum halben, des in Deutschland üblichen Preises.

Ein solcher Tag macht natürlich hungrig, und so endete der Abend im „Longhorn Steakhouse“.

 

Tag 11: Der Weg nach Memphis führte uns über Mountain View/Arkansas zu Ken Mellon’s Country Store &.Hole in the Mountain Theatre.


Das war nicht geplant, aber PeeWee findet immer noch kleine Highlights, die in die Tour einzubauen sind.
Bevor wir Memphis, der Geburtsstadt des Rock`n`Roll und des Blues, erreichten, sahen wir schon von Weitem die Brücke über den Mississippi-River und linker Hand eine riesige Pyramide. Zunächst steuerten wir des Besucher-Zentrum an wo wir von Statuen von Elvis und B.B. King begrüßt wurden. Einer kleinen Rundfahrt in Memphis folgte der Besuch des legendären Sun Studios. Es ist ein vergleichsweise kleines Studio, doch von der seiner historischen Geschichte ein Schwergewicht. So beherbergen die Räume unzählige Bilder und „Reliquien“ der Geschichte des Rock`n’Roll und des Blues.

Haben hier doch unter anderen Johnny Cash, Elvis, Carl Perkins, Roy Orbison und Jerry Lee Lewis viele ihrer Aufnahmen hier eingespielt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, auch unser Freund aus Kötz, Mandy Strobel hat hier an dieser geschichtsträchtigen Stätte eine CD produziert. So schloss sich der Besuch mit dem Posen vor dem Original-Mikrofon das alle oben genannten Künstler zu ihren Aufnahmen benutzt haben.
Nach dem Einkauf im Sun-Studio-Souvenir-Shop checkten wir im Downtown gelegenen Hotel ein, um unmittelbar danach um die Häuser zur „Beale Street“ zu gehen. Diese Straße ist das Äquivalent zum Broadway in Nashville, allerdings noch ein bisschen lauter und schriller. Wir halten es eher mit dem
Rock`n‘ Roll und Elvis, der Blues ist nicht unsere Sache, so verzichteten wir auf einen Besuch in einem dieser Lokale mit ihrer ohrenbetäubenden Geräuschkulisse. Es kein Wunder, dass viele Musiker am Ende ihrer Laufbahn taub sind.

Aber bei einem Besuch in Memphis ist der Besuch der „Beale Street“ ein Muss, stellt es doch ein Eldorado von Motiven zum Fotografieren dar. Auch der Besuch der Blues Hall of Fame gehört dazu, wenn auch die wenigsten Namen uns etwas sagten.
Wie auch in St. Louis, ist das Stadion von den Memphis Redbirds mitten in der Stadt, integriert in einen Häuserblock, den wir von unserm Hotelzimmer aus sehen konnten.

 

Tag 12: Der Tag begrüßte uns, nach den beiden vergangenen Tagen mit eher bescheidenem Wetter, mit strahlendem Sonnenschein, der die Arena der Memphis Redbirds in strahlendes Licht tauchte.


Der Besuch von Graceland und Dyess stand heute auf dem Programm. Auf dem Weg fuhren wir noch am Mississippi entlang, um noch einige Eindrücke zu sammeln. Genauso mächtig wie der „Old Man River“ lag majestätisch die „American Duchess“, ein Shuffleboat, zum Beladen festgemacht in der besseren Wohngegend von Memphis, Greenbelt.

Elvis versprach in seinen jungen Jahren, in sehr ärmlichen und kargen Verhältnissen aufgewachsen, seiner Familie mal eine schönes Haus zu kaufen. Dieses Versprechen hat gelinde und schlicht ausgedrückt, eingelöst. Für die damalige Zeit der 50-60er Jahre ist das Anwesen mit seinem Haus schon als dekadent zu beschreiben. Nach dem Kauf für schlappe 102500 Dollar, wurde es kontinuierlich erweitert und ausgebaut. Allerdings hat Elvis nie vergessen wo er herkam, so hat er seinen Abgestellten fürstlich bezahlt und oft mit generösen Geschenken bedacht. Auch war er sozial engagiert, gab ein Vermögen für Bedürftige, Kranke und deren Einrichtungen auf.
Die Besichtigung des Hauses, mit Anwesen und Grabstätte dauert etwa 90 Minuten. Die ganzen Eindrücke, die während dieser Besichtigung auf einen einwirken sind in der hier niedergeschriebenen Worten nur ansatzweise zu beschreiben.

Das Wohnhaus ist von einer Straße vom restlichen Graceland durch eine Straße getrennt. Für den Transfer benötigten wir 45 Minuten, bei einer nicht so großen Gesamtbesucheranzahl.

Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was hier los ist, wenn etwa zu seinem Geburts- oder Todestag hier die „Hardcore-Fans“ aufschlagen.

Zurück in den Ausstellungshallen, einem riesengroßen Museum ist vom Fuhrpark, seinen Flugzeugen und seinem Leben so ziemlich alles zu sehen. Man sollte also schon zur Besichtigung von Graceland wenigstens einen Tag einplanen. Richtigen Fans wird das aber nicht ausreichen. Aber auch für den „normalen“ Musikinteressierten allemal ein großes Erlebnis.

Der Besuch des Wohnhauses von Johnny Cash in Dyess/Arkansas war ein beindruckendes wie bedrückendes Erlebnis. Besonders Alabama war von der großen Rezession, dem Börsen- und Bankencrash und einigen Überschwemmungen empfindlich und hart getroffen. Das Museum und das Wohnhaus vermittelten die Lebensbedingungen der damaligen Zeit eindrucksvoll, die Johnny natürlich prägten und in seinem Schaffen maßgeblich beeinflussten. Es ist in dieser für uns im 21.

Jahrhundert kaum vorstellbar, wie die Menschen in dieser Armut und Kargheit ihr Leben bewältigten. Die Universität von Arkansas hat sich des Erbes von Johnny Cash angenommen und pflegt diese geschichtsträchtige Gedenkstätte für die Nachwelt.
Ein Gruppenfoto vor dem Geburtshaus war dann fast schon der Abschied aus Amerika.

 

Tag 13: Begleitet von strahlender Sonne ging es nun zum Flughafen Memphis.


 Ein bisschen wehmütig ließen wir ein letztes Mal die Straßen von Memphis an uns vorüberziehen. Passend dazu legte Reiseleiter Werner Michels den Song „Back home“ von John Denver auf, um uns dann am Flughafen zu verabschieden.

Als Fazit kann ich sagen, es war wieder einmal eine für den Country- und Bluegrass Fan geprägte informative und kurzweilige Reise. Trotz der geballten Informationen, die auf uns einwirkten, war die Tour so geplant, dass niemals Stress oder Eile aufkam, und auch für persönliche individuelle Aktivitäten Zeit lies. Bemerkenswert auch die punktgenaue Einhaltung der Programmpunkte, die diese Reise zu einem entspannten Urlaub machte. Auch die umfassende Information und Beantwortung aller aufkommenden Fragen rundeten diese Reise ab. Dafür kann man Werner Michels schon eine „Herzliches Dankeschön“ aussprechen.