April/Mai 2022 - von Monja Metzger-Alerheim

Elvis in Kalifornien 19.04.-01.05.2022

Reisebericht-Elvis-Kalifornien
Reisebericht Elvis Kalifornien

 Elvis in Kalifornien – Reisebereicht von Monja Metzger-Alerheim

Wieder einmal mehr traf man sich am Flughafen in Frankfurt zum gemeinsamen Flug nach Los Angeles. Und wieder freute man sich auf Bekannte, Freunde und neue Mitreisende. Helmut begrüßte uns alle. Trotz einer Stunde Verspätung beim Abflug landeten wir fast pünktlich in Los Angeles. Werner erwartete uns am Flughafen, wo er mit der Busfahrerin Sonja bereit war, uns abzuholen. Nach 10 Minuten waren wir dann schon im Hotel, in dem ein Überraschungsgast angekündigt war. Wir machten uns alle frisch und kamen zurück in die Hotelhalle, wo uns Mindi Miller begrüßte. Dank unserer Mitreisenden Francine aus Luxemburg konnte dieses Treffen stattfinden. Mindi erzählte uns, dass sie Mitte der 70er-Jahre mit Elvis befreundet war und sich mit ihm vor allem spirituell austauschte. Sie brachte Bücher mit, die sie von Elvis geschenkt bekam, und wir durften sie in die Hand nehmen und darin blättern. Man fand darin auch handschriftliche Notizen von Elvis. Sie nahm sich sehr viel Zeit, und obwohl wir von der Anreise etwas müde waren, war es sehr interessant, ihr zuzuhören.

20.04.2022
Heute startete unser Tag um 9 Uhr mit einer Stadtrundfahrt mit unserem weiblichen Guide Marion Renk-Rosenthal. Sie erzählte uns, dass L.A./Hollywood sehr teuer ist. Das wichtigste Exportprodukt von Kalifornien sind Mandeln. Der Exportwert von kalifornischen Mandeln beträgt gut 1,5 Milliarden US-Dollar. Mehr als 80 Prozent aller geernteten Mandeln werden von Kalifornien aus in andere Länder transportiert. Noch höher liegt der Exportanteil bei Pistazien. Hier gibt es auch jeden Tag Erdbeben. Kalifornien gehörte mal zu Spanien. Durch den Goldrausch und die Einwanderungen verschiedenster Nationalitäten war es ein bunter Mix von vielen Sprachen. Am 28. Oktober 1957 trat Elvis im Pan Pacific Auditorium in Los Angeles auf. In Kalifornien war er bereits 1956 zweimal in der Milton Berle Show zu Gast. Am 3. April 1956 gab es einen ersten TV-Auftritt auf dem Flugzeugträger USS Hancock, dort in San Diego präsentierte er seine aktuellen Songs „Shake Rattle and Roll“, „Heartbreak Hotel“ und „Blue Suede Shoes“. Das Publikum bestand ausschließlich aus Militärpersonal, das seine Begeisterung kaum zügeln konnte. Am 5. Juni absolvierte er dann das zweite Engagement. Hier entschied er sich für „Hound Dog“ und „I Want You, I Need You, I Love You“. Milton Berle war Elvis gegenüber positiv eingestellt und fand an seinen Bewegungen auf der Bühne nichts Anstößiges. Er forderte sogar die Zuschauer während der Sendung auf, seine Platten zu kaufen. Halt machten wir dann am Hollywood Boulevard und gingen auf dem Walk Of Fame bis zum Stern von Elvis. Diese Sterne werden für 5 verschiedene Kategorien vergeben: Film, Fernsehen, Musik, Radio und Theater. Auf den Sternen den Weg lang zu gehen und zu sehen, wer da alles einen Stern hat, war ein tolles Erlebnis.
Weiter ging es mit dem Bus vorbei an der Paramount Pictures Filmproduktion, in die Hollywood Hills zum Griffith Park und Observatorium. Von dort hatte man einen tollen Ausblick auf L.A. und natürlich auf den berühmten Hollywood-Schriftzug. Eine Statue von James Dean ist dort auch zu bewundern, da es damals auch ein Drehort zu seinem Film „Denn sie wissen nicht was sie tun“ war.

 

21.04.2022
Um 9 Uhr ging es zum Lake Shrine, der nur wenige Blocks vom Pazifik entfernt am Sunset Boulevard liegt. Er wurde am 20. August 1950 von Paramahansa Yogananda gegründet. Er glaubte an die Harmonie der Glaubensrichtungen, und wir fanden im Eingangsbereich die Symbole für die verschiedenen Religionen. Ein Kreuz für das Christentum, einen Davidstern für das Judentum, ein Gesetzrad für den Buddhismus, eine Mondsichel und einen Stern für den Islam und das Om-Symbol für den Hinduismus. Die Blumenbeete, der See, auf dem Schwäne schwimmen, Schildkröten und Fische, die Grotten und die Windmühle, die als Kapelle genutzt wird, verleihen dem Ganzen eine sagenhafte Atmosphäre. Kleine Wege und Treppen führen zu versteckten Nischen, in denen man sitzen oder meditieren kann. Der weiße Lotus-Torbogen, der mit blauen Fliesen verziert und mit goldenen Lotusblüten gekrönt ist, ist überall vom Gelände aus sichtbar. Der Torbogen umrahmt das Mahatma Gandhi World Peace Memorial, in dem ein authentischer 1000 Jahre alter chinesischer Steinsarkophag einen Teil der Asche von Mahatma Gandhi enthält. Elvis wurde durch Larry Geller auf die Esoterik aufmerksam und kam durch ihn zum Lake Shrine. Wenn er in L.A. war, fuhr er oft heimlich und allein mit dem Motorrad hierher, um Sri Daya Mata zu treffen und zur Ruhe zu kommen, erstmals während der Aufnahmen zum Film Harum Scarum im Jahr 1965. Elvis liebte diesen Ort. Weiter ging es nach Santa Monica. Dort gingen wir bis zum Endpunkt der Route 66 und verbrachten ein paar schöne Stunden am Pier am Pazifik, der die größte Sehenswürdigkeit und das Wahrzeichen der Stadt ist. Am Nachmittag erlebten wir eine umfangreiche Tour mit den Warner Brothers Studios. Hier wurde auch zum Teil der neue Film über Elvis mit Tom Hanks als Tom Parker gedreht. MGM gehört jetzt zu Warner Brothers. Für MGM drehte Elvis die meisten Filme, insgesamt 14, beginnend mit Jailhouse Rock, auch die letzten beiden Dokumentarfilme That’s The Way It Is und On Tour. Die Kulissen waren interessant, auch die speziellen Effekte, die zum Beispiel bei Harry-Potter-Filmen gezeigt wurden, beeindruckten sehr.

22.04.2022
Heute starteten wir nach Palm Springs, um die Häuser von Elvis zu sehen. Zuerst machen wir einen Stopp am sogenannten Honeymoon-Haus. Leider hat das Haus neue Besitzer und es wird gerade umgebaut und konnte nur von außen über einen Bauzaun angeschaut werden. Von hier aus flog Elvis 1967 mit Frank Sinatras Flugzeug nach Las Vegas zum Heiraten. In diesem Haus verbrachten Elvis und Priscilla ihre Flitterwochen. Das Haus wurde von Elvis auch als Erholungsort während der Dreharbeiten in Hollywood genutzt. Dann fuhren wir zu Graceland West. Auch dieses Haus konnte diesmal nur von außen betrachtet werden, da neue Mieter/Käufer gesucht werden. Elvis besaß es noch, als er starb. Anschließend ging es zum Mount San Jacinto. Mit einer Seilbahn mit einer rotierenden Kabine ging es von der Talstation auf die 2597 Meter hoch gelegene Bergstation. Wir überwanden 5 Klimazonen. Dort oben erwartete uns Schnee.

Der Blick von dort oben auf Palm Springs und auf die Wüste war atemberaubend Die Talfahrt war dann „das“ Erlebnis, es wurden Songs gespielt, und alle Leute sangen zum Beispiel bei „Ring Of Fire“ von Johnny Cash mit. Zurück in Palm Springs suchten wir den Stern von Elvis und dem Colonel Parker. Beim Bummel durch Palm Springs kamen wir auch an der riesigen Statue von Marylin Monroe vorbei. Ein tolles Fotomotiv. Die 8 Meter große Statue „Forever Marilyn“ ist eine Darstellung eines ihrer berühmtesten Bilder aus Billy Wilders Film „Das verflixte 7. Jahr.“

 

23.04.2022
Start heute mit Gepäck in Richtung Santa Barbara. Wir besichtigten die Old Mission Santa Barbara. Diese Mission ist eine spanische Missionsstation der Franziskaner. Sie wurde am 4. Dezember, dem Fest der heiligen Barbara, des Jahres 1786 errichtet, um den örtlichen Stamm der Chumash-Indianer zum Christentum zu bekehren. Der nächste Halt war das kleine Städtchen Solvang, eine dänische Enklave, in der man sich wirklich fast wie in Dänemark fühlen kann: der Baustil der Häuser, die Windmühle, die Meerjungfrau, das dänische Gebäck und nicht zu vergessen der Laden, der das ganze Jahr Weihnachtsschmuck verkauft. Unsere Fahrt führte uns weiter zum Denkmal von James Dean, der 1955 im Alter von 24 Jahren an den Landstraßen 46 und 41 mit seinem Porsche tödlich verunglückte. Ankunft in Fresno zur Übernachtung. Hier war Elvis auch schon am 25. April 1973 aufgetreten.

 

23.04.2022
Start heute mit Gepäck in Richtung Santa Barbara. Wir besichtigten die Old Mission Santa Barbara. Diese Mission ist eine spanische Missionsstation der Franziskaner. Sie wurde am 4. Dezember, dem Fest der heiligen Barbara, des Jahres 1786 errichtet, um den örtlichen Stamm der Chumash-Indianer zum Christentum zu bekehren. Der nächste Halt war das kleine Städtchen Solvang, eine dänische Enklave, in der man sich wirklich fast wie in Dänemark fühlen kann: der Baustil der Häuser, die Windmühle, die Meerjungfrau, das dänische Gebäck und nicht zu vergessen der Laden, der das ganze Jahr Weihnachtsschmuck verkauft. Unsere Fahrt führte uns weiter zum Denkmal von James Dean, der 1955 im Alter von 24 Jahren an den Landstraßen 46 und 41 mit seinem Porsche tödlich verunglückte. Ankunft in Fresno zur Übernachtung. Hier war Elvis auch schon am 25. April 1973 aufgetreten.

 

25.04.2022
Am heutigen Tag führte uns unsere Reise nach Shutter Creek, ein kleines Städtchen am Fuß der Sierra Nevada. Bei Bauarbeiten für ein mit Wasserkraftwerk betriebenes Sägewerk wurde 1848 zufällig ein Goldnugget gefunden. Dies war der Beginn des kalifornischen Goldrausches. Hier im Ort machten wir eine Weinprobe und besuchten die kleinen AntiquitätenGeschäfte. Weiter ging es durch die Berge an den Lake Tahoe – ein großer Süßwassersee in der Sierra Nevada an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada. Unsere Unterkunft ist das heutige Hard Rock Hotel, vormals Horizon Resort Hotel in Stateline und das frühere Yosemite Bäume Yosemite Wasserfall Hard Rock Hotel Lake Tahoe gbe Golden Boy Elvis 3|2022 Elvis-Reise 2022 Del Webb Sahara Tahoe, in welchem Elvis in den Jahren 1971 bis 1976 95 Konzerte gab. Die legendären, immer ausgebuchten Konzerte sind aber weitgehend unbekannt geblieben. Helmut hat uns auch noch verraten, dass Elvis hier mehr Geld geboten wurde als in Las Vegas. Ein Ticket kostete zu der Zeit nur ca. 20 Dollar. Infos findet man auch in den Schaukästen im Eingangsbereich des Hotels, wo auch zahlreiche Exponate von Elvis und anderen Künstlern zu sehen sind. Eric Clapton war der erste der prominenten Gäste, der seine Gitarre, eine Lead II Fender, an ein Hard Rock Cafe in London gab; es war 1971 die Geburt des ersten Hard Rock Cafe. Ein Spaziergang an den See zum Sonnenuntergang hat sich wirklich gelohnt. In der Abendsonne glitzerte das Wasser traumhaft. Die Aussicht auf die Berge rund herum war wunderschön.

 

26.04.2022
Nach dem Frühstück ging es nach Sacramento, der Hauptstadt von Kalifornien. Die Besichtigung des Capitols war sehr interessant und wir freuten uns, dort das Porträt von Arnold Schwarzenegger zu sehen. Er war von 2003 bis 2011 der 38. Gouverneur von Kalifornien. In den schönen Tälern von Napa und Sonoma gibt es reizvolle kleine Orte wie St. Helena, wo wir das Cameo Kino besuchten, in dem 1960/61 eine Szene von Wild in The Country gedreht wurde. Danach gab es einen kurzen Stopp vor dem Ink House, wo Elvis für 4 Wochen während der Dreharbeiten wohnte und auch drehte. Nappa Valley ist das bekannteste Weinanbaugebiet Kaliforniens, eine wirklich traumhafte Landschaft.

 

27.04.2022
Unser heutiger Tag beginnt mit einem Besuch der Old Town Sacramento. Hier gibt es noch sehr viele gut erhaltene historische Gebäude aus der Zeit des 19. Jahrhunderts. Das am Fluss gelegene Viertel bietet Kopfsteinpflasterstraßen, Bürgersteige aus Holz, das Sacramento History Museum und das State Railroad Museum, außerdem zahlreiche Souvenirläden. Man kam sich vor wie in einer Westernstadt. Nun verließen wir Sacramento und fuhren bald über die berühmteste Brücke von Amerika, über die Golden Gate Bridge nach San Francisco; ein besonderes Erlebnis. Elvis ist in San Francisco mehrmals aufgetreten. Im Cow Palace, den wir später noch sahen, gab er mehrere Konzerte, im Bill Graham Civic Auditorium gastierte Elvis zweimal. Nachdem wir im Hotel angekommen waren und eingecheckt hatten, gingen einige auf eigene Faust zu Fuß an das bekannte Pier 39. Die Lage des Hotels am Fishermans Wharf war genial. Hard Rock Cafe, Souvenir Läden und Restaurants waren bequem zu erreichen. Der Ausblick vom Pier auf Alcatraz war sehr beeindruckend. Die Seelöwen, die sich am Pier tummeln, waren auch schon von weitem zu hören und locken Schaulustige seit über 30 Jahren an. Sie liegen auf Pontons und unterhalten die Touristen.

 

28.04.2022
Der Morgen begann mit einer ausführlichen Stadttour mit unserem Stadtführer Frank. Er nennt sich selbst Frankincisco, ist gelernter Schauspieler und hatte viele Rollen im deutschen Fernsehen. In seiner zweiten Heimat kennt er sich sehr gut aus. Es wurde eine Stadtrundfahrt der ganz besonde – ren Art, mit dem Bus, wo wir an vielen Stationen ausstiegen und woanders wieder in den Bus einstie – gen und weiterfuhren. Erste Station war die berühmte Lombard Street. Auf nur 145 Metern schlängeln sich in dem Abschnitt zwischen Hyde und Leavenworth Street acht enge Kurven den Russian Hill hinunter. Einige liefen ganz nach oben. Es werden dabei 33 Höhenmeter über – wunden. Es war also sehr steil. Weiter ging unsere Besichtigung durch North Beach, ein lebhaftes von italienischen Einwanderern geprägtes Viertel. Wir sahen den Coit Tower, einen 64 Meter hohen Aussichtsturm. Auch den wohl bekanntesten Buchladen in San Francisco, den City Lights Books Store. Wir liefen durch China – town, dieses Viertel ist eins der ältesten und etabliertesten in den USA. Durch das berühmte Dragon Gate tritt man eigentlich ein, wir gingen durch dieses hinaus. Es ist ein pulsierendes Labyrinth aus Straßen und Gassen. In einer Gasse besuchten wir eine Bäckerei, die die berühmten Glückskekse per Hand herstellt. Mit dem Bus ging es weiter zum Alamo Square. Der Park ist gleich – zeitig auch ein Stadtteil von San Francisco und erstreckt sich über 4 Häuserblocks auf einem Hügel. Von dort sieht man die bekannten Painted Ladies; diese viktoria – nischen Holzhäuser sind mehrfarbig gestrichen und im 19. Jahrhundert erbaut worden. Nun machten wir ei – nen weiteren Stopp am Rathaus von San Francisco, das im barocken Stil gebaut wurde. Gleich nebenan ist das Bill Graham Civic Auditorium, wo Elvis auftrat. Hier wurde natürlich ein Foto gemacht. Durch das sogenannte Hippie-Viertel, das Haight-Ashbury, auch ein Stadtteil von San Francisco, ging es mit dem Bus hoch zum Twin Peak. Bekannt wurde das Viertel in den 1960erJahren durch die Beatnik- und Hippie-Bewegung. Von den Hügelspitzen aus hatte man einen spektakulären Blick auf San Francisco mit den Wolkenkratzern im Financial District, dem Hafen und der Golden Gate Bridge (erbaut von Joseph Strauss). Die Twin Peaks sahen von unten nicht so spektakulär aus, aber der Ausblick war atemberaubend, dazu hatten wir viel Glück mit dem Wetter. Nun fuhren wir dahin, wohin wohl jeder Tourist fährt, wenn er in San Francisco ist – zur Golden Gate Bridge. Es war sehr beeindruckend, die Brücke aus die – sem Blickwinkel zu sehen. Es war zwar etwas windig, doch die Brücke war ohne Nebel und wir konnten ein tolles Gruppenfoto machen. Der restliche Tag war dann zur freien Verfügung. Wir sind dann mit dem Cable-Car gefahren. Ein tolles Erlebnis, was man eben auch so macht als Tourist.

 

29.04.2022
Heute am Vormittag stand die Bootsfahrt zur Gefängnisinsel Alcatraz auf dem Programm. Als wir drüben am Pier ankamen gab uns ein Ranger des National Park Service eine erste Information zum Gefängnis. Vom Anlegesteg folgt man dann einem etwa 400 Meter langem Weg, der sich die 40 Meter zum Gefängnisgebäude in die Höhe schlängelt. Auf diesem Weg kommt man an einigen Gebäuden vorbei, die z. B. als Küche, Wasch – küche oder als Quartiere für die Wärter dienten. Angekommen im Hauptgefängnis, dem Cellhouse, bekommt man dann den AudioGuide für die Tour. Er führt einen zu den einzelnen Positionen in dem Gebäude und erzählt dazu span – nende Geschichten. Zum Teil kommen dabei auch ehemalige Insassen zu Wort, die von ihrem Leben in Alcatraz erzählen. Das war wirklich sehr beeindruckend. Am AbfahrtsPier saß ein ehemaliger Häftling und verkaufte sein Buch über seine Zeit auf Alcatraz. Der zentrale Gang, mit den mehrstöckigen Zellen wurde von den Insassen „Der Broadway“ genannt. Eine normale Zelle war ca. 1,50×2,70 Meter groß. Ausgestattet waren diese mit einem Bett, einem Waschbecken, einer Toilette und einem Ablageregal für persönliche Gegenstände. Für mich haben die Eindrücke wirklich Spuren hinterlassen. Wenn man sich vorstellt, auf dieser Insel eingesperrt zu sein, teilweise für Jahrzehnte, da muss man schon mal schlucken. Nachdem wir wieder auf dem Festland ankamen, fuhren wir zum Cow Palace, hier trat Elvis 1970 und 1976 in der immer ausverkauften Halle auf. Er trug hier seine Red Ladder-, King Of Spades- und Blue Rainbow-Jumpsuits. Danach mussten wir uns schon von Werner verabschieden und hatten den restlichen Tag zur freien Verfügung. Wir verbrachten unsere Zeit am Pier 39, fuhren dann in das Haight-Ashbury-Viertel und besuchten dort den kultigen Plattenladen Amoeba. Er ist nach eigenen Angaben das größte unabhängige Musikgeschäft der Welt. Wenn man in dem Viertel auf und ab geht, fühlt man sich stellenweise in die 60erJahre zurückversetzt. Bei einem Spaziergang durch die Straßen hat man an jeder Ecke das Gefühl, in die Vergangenheit zurück zu kehren. Die Relikte der guten alten Hippiezeit kann man mit Batikhemden, Sandalen, weiten Kleidern, Haschischpfeifen und Postern noch immer in so manchem Laden finden. Wir sind dann noch etwas durch den Golden Gate Park geschlendert. 30.04.2022 – Der Tag der Abreise und des Verabschiedens ist gekommen. Eine schöne und erlebnisreiche Reise geht zu Ende. Wir haben viel gesehen und erlebt. Es war immer sehr harmonisch, und es hat alles sehr gut geklappt. Sonja, unsere Busfahrerin, brachte uns noch sicher zum Flughafen. Danke an unsere Reiseleitung Werner und Helmut für die schöne Reise. Danke auch an Francine, die den Besuch am Lake Shrine und das Treffen mit Mindi ermöglichte.